Sportkanton: Was Vereine, Olympia und Letzigrund gemeinsam haben

Der Sportkanton Zürich zeigte sich mir in den letzten Tagen in drei unterschiedlichen Bildern. 

Zuerst an der Delegiertenversammlung des Zürcher Schiesssportverbands in Rafz. Der Schiesssport stand dort exemplarisch für das, was den Breitensport trägt: Vereine, Freiwilligenarbeit, Nachwuchsförderung, Training, Organisation. Kurz: für die Basis des Sportlebens. Und für die vielen Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und mitmachen. 

Dann am Montagmorgen im Letzigrund. 06:30 Uhr. Sechzig Kantonsrätinnen und Kantonsräte vor Sitzungsbeginn beim Warm-up und anschliessend für 20 Minuten auf der Laufbahn.

Nicht vor grossem Publikum und nicht für die grosse Galerie, sondern mit Freude am gemeinsamen Wettkampf in einer offenen, unkomplizierten Stimmung über alle Fraktionen hinweg.

Der politische Betrieb profitiert, wenn sich diese Stimmung auf die hitzigen parlamentarischen Debatten überträgt.

Schliesslich die Ehrung der Zürcher Olympia-Teilnehmenden im Rathaus. Ich durfte Livia Kaiser, Isabelle Loetscher, David Hablützel sowie Lina Kozomara und Pirmin Werner interviewen und zu ihren Erfolgen gratulieren.

Schon die Teilnahme an Olympischen Spielen ist eine gewaltige Leistung. Eine Medaille oder ein Diplom erst recht. Beeindruckt hat mich aber noch etwas anderes: Diese Athletinnen und Athleten kamen nicht in Heldenpose ins Rathaus, sondern unprätentiös, mit jugendlichem Drive und einfach sehr sympathisch.

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Genau das macht den Sportkanton aus. Vom Verein über den Breitensport bis zur olympischen Bühne bringt der Sport Menschen zusammen. Dass es im Kantonsrat eine Parlamentarische Gruppe Sport gibt, passt deshalb gut ins Bild.

Und ich bin überzeugt: Sport stärkt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Er ist darum kein Nebenschauplatz, sondern ein wichtiges Stück gesellschaftlichen Zusammenhalts und Lebensqualität.